Karin und Kundenbetreuerin Brenda über die BBrain Family
Die BBrain Family unterstützt Karin tagsüber
Karin hatte am 31. Dezember 2012 eine Gehirnblutung, die sie im Rollstuhl sitzen ließ. Aufgrund dieser Hirnverletzung erhält Karin täglich Unterstützung im Lotus-Cluster. Sie leidet an Störungen des Gedächtnisses, der Aufmerksamkeit, des logischen Denkens, des Krankheitsbewusstseins sowie der exekutiven und visuell-räumlichen Funktionen. Auch ihre motorischen Fähigkeiten sind beeinträchtigt. Trotz dieser Herausforderungen ist sie eine gesellige Frau, die großen Wert auf ihre Unabhängigkeit legt.
Im August 2022 wurde die BBrain-Technologie bei Karin installiert, und sie wurde darin geschult, auf jedes Symbol zu klicken, um zu zeigen, wofür es gedacht ist und wie sie damit interagieren kann. Brenda, Kundenbetreuerin im Lotus-Cluster, sagt:
„Karin gibt an, dass das BBrain ihr Frieden bringt und ihr die Gewissheit gibt, dass sie nicht vergessen wird.“
„In Absprache mit Karin haben wir begonnen, einen täglich wiederkehrenden Termin einzuführen. Jeden Abend um etwa 22:30 Uhr rief sie die Beraterin an und fragte, ob wir sie ins Bett bringen könnten. Dies tat sie, weil es ihr Sicherheit gab, zu wissen, dass sie nicht vergessen wird. Zu dieser Zeit war die Beraterin jedoch oft mit anderen Klienten beschäftigt, was es schwierig machte, immer rechtzeitig zu antworten. Daher haben wir uns entschieden, dass das BBrain uns um 21:15 Uhr benachrichtigt, dass das Betreuungspersonal in 15 Minuten kommen würde, um Karin ins Bett zu bringen.“
„In den ersten Tagen rief sie uns dennoch über die Gegensprechanlage an. Sie sagte, dass sie die Benachrichtigung erhalten hatte, aber nichts damit unternommen hatte. Als wir sie danach fragten, sagte sie: ‚Ja, wie dumm, dass ich überhaupt anrufen musste!‘ Innerhalb von drei Wochen hatte sie sich an das System gewöhnt. Sie wartet nun auf die Benachrichtigung und reagiert entsprechend: Sobald sie die Nachricht hört, schaltet sie den Fernseher aus, zieht sich um und wartet auf die letzte Hilfe bei den ADL (Aktivitäten des täglichen Lebens). Karin hebt hervor, dass das BBrain ihr Frieden bringt und ihr die Sicherheit gibt, nicht vergessen zu werden.“
„Wir sehen jetzt, dass Karin viel mehr trinkt und daher weniger (medizinische) Beschwerden hat.“
Ein weiterer wichtiger Grund für den Einsatz des BBrain war Karins Flüssigkeitsaufnahme. Aus medizinischen Gründen ist es entscheidend, dass Karin täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Verschiedene Methoden waren bereits von den Betreuern ausprobiert worden, wie etwa eine gefüllte Kanne, die am Ende des Tages leer sein sollte, oder eine Vereinbarung, bei jedem Kontakt eine Tasse Wasser bereitzustellen. Doch Karin trank oft nicht genug.
„Deshalb haben wir im BBrain Getränkeerinnerungen eingerichtet. In regelmäßigen Abständen zeigt das BBrain eine Erinnerung an, dass es Zeit ist, ein Glas Wasser zu trinken. Nachdem Karin sich an diese Erinnerungen gewöhnt hatte, begann sie, sich entsprechend zu verhalten. Jetzt sehen wir, dass sie viel mehr trinkt und daher deutlich weniger (medizinische) Beschwerden hat“, erklärt Brenda.
„Das erspart ihr das Warten im kalten Flur und dem Betreuer einen zusätzlichen Pflegeaufwand.“
Jeden Tag wird am Stützpunkt ein gemeinsamer Kaffeetrink- und Kochmoment organisiert. Karin stand oft mehr als eine halbe Stunde früher an der Tür und fragte, wann die Kaffee- oder Kochzeit beginnen würde.
Brenda erklärt: „Nachdem wir diese Momente auch in die BBrain-Familie integriert haben, kommt sie direkt nach der Benachrichtigung herunter. Das erspart ihr das Warten im kalten Flur und dem Betreuer einen zusätzlichen Pflegeaufwand, da sie nicht mehr unnötig zur Tür kommen muss.“
Karin ist mit der BBrain-Familie sehr zufrieden. Sie fühlt sich jetzt mehr integriert und gehört dazu. Die Nutzung eines Laptops funktionierte anfangs nicht gut, doch nun wird sie ins 21. Jahrhundert geholt, was ihr sehr wichtig ist. Ihre Unabhängigkeit hat zugenommen, die Diskussionen über ausreichendes Trinken sind zurückgegangen und sie wartet nicht mehr unnötig. Das BBrain gibt ihr mehr Sicherheit und ein Gefühl der Kontrolle. Die Fotos, die ihre Kinder mit ihr teilen, wenn sie tagsüber nicht da sind, und die Bilder von ihren Enkelkindern machen sie sehr glücklich. Mit der BBrain-Technologie fühlt sie sich stärker in ihr soziales Netzwerk eingebunden. Die Führung sieht noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten und hofft, dass auch Karins Angehörige das BBrain stärker nutzen und sie darin unterstützen. Alles in allem ein voller Erfolg!