Die 4 häufigsten Formen von Demenz

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Demenz ist ein Sammelbegriff für über 50 Krankheiten, bei denen das Gehirn Informationen nicht mehr richtig verarbeiten kann. Alzheimer, vaskuläre Demenz, frontotemporale Demenz und Lewy-Körper-Demenz gehören zu den vier häufigsten Formen. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr darüber.

Die Alzheimer-Krankheit

Etwa 70% aller Menschen mit Demenz sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Bei Alzheimer kommt es zu einer Schädigung der Gehirnzellen, die durch die Ansammlung bestimmter Proteine verursacht wird. Die Symptome entwickeln sich schleichend und sind zu Beginn oft nicht sofort erkennbar.


Alzheimer betrifft zunächst den Gedächtnisbereich. Es wird immer schwieriger, neue Informationen zu behalten. Auch die Orientierung in der Zeit geht verloren: Es wird unklar, welcher Tag, Monat oder welches Jahr es ist, und die Unterscheidung zwischen Tag und Nacht fällt schwer.


Mit dem Fortschreiten der Krankheit haben Betroffene zunehmend Schwierigkeiten mit alltäglichen Aufgaben, wie zum Beispiel der Haushaltsführung oder der Regelung von Finanzangelegenheiten. Auch die Selbstpflege – wie Ankleiden, Zubereitung von Mahlzeiten oder das rechtzeitige und korrekte Einnehmen von Medikamenten – wird zunehmend problematisch.
 

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Vaskuläre Demenz

Das Gehirn benötigt Sauerstoff, der über das Blut zu den Zellen gelangt. Wird dieser Sauerstoff durch einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) nicht ausreichend transportiert, kann vaskuläre Demenz entstehen.


Menschen mit vaskulärer Demenz können plötzlich einen raschen geistigen Abbau erleben, wenn neue TIAs oder Schlaganfälle auftreten. In Phasen, in denen keine neuen Durchblutungsstörungen auftreten, kann der Zustand jedoch relativ stabil bleiben.


Zu den ersten Symptomen zählen eine verlangsamte Denk-, Sprech- und Handlungsweise. Weitere Symptome hängen davon ab, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist.
 

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Lewy-Körper-Demenz

Bei der Lewy-Körper-Demenz (LBD) bilden sich Eiweißablagerungen im Hirnstamm, die als Lewy-Körper bezeichnet werden. Diese Ablagerungen führen dazu, dass die Gehirnzellen immer schlechter funktionieren und schließlich absterben. Im Laufe der Zeit breiten sich die Lewy-Körper auf immer mehr Gehirnregionen aus.


Ein charakteristisches Merkmal der Lewy-Körper-Demenz sind starke Schwankungen im geistigen Abbau. An einem Tag kann eine Person viele Symptome haben, während am nächsten Tag nur wenige Beschwerden zu spüren sind. Zu den ersten Anzeichen gehören häufig Probleme mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration und eine verlangsamte Informationsverarbeitung.
 

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Frontotemporale Demenz

Früher wurde die Frontotemporale Demenz (FTD) auch als "Pick-Krankheit" bezeichnet. Diese Form tritt häufig in jungen Jahren auf, meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Im Vergleich zu anderen Demenzarten spielt bei FTD die Vererbung häufiger eine Rolle, etwa in 25-40% der Fälle.


Bei der FTD werden Gehirnzellen im Frontallappen (Verhaltenssteuerung) und im Temporallappen (Sprachverarbeitung) beschädigt. Zu den ersten Symptomen gehören häufig grenzüberschreitendes Verhalten, unangemessene Äußerungen, impulsive Entscheidungen sowie Schwierigkeiten beim Sprechen, Lesen und Schreiben. Gedächtnisprobleme treten in der Regel erst in späteren Stadien auf.
 

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Mischformen von Demenz


Es ist auch möglich, dass verschiedene Demenzarten gleichzeitig vorliegen. Diese Mischform-Demenz ist am häufigsten in Kombination mit der Alzheimer-Krankheit. Häufig tritt eine Kombination von Alzheimer und vaskulärer Demenz auf, ebenso wie die Kombination von Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz.
 

Quellen

Dementie.nl. Arten von Demenz. Soorten dementie | Dementie
Alzheimer Nederland. Arten von Demenz. Soorten dementie | Alzheimer Nederland (alzheimer-nederland.nl)